Otto Bernhard Wendler

Zeichnung Otto Bernhard Wendler
Otto Bernhard Wendler

Der auch als Peter Dross (Pseudonym) bekannte Schriftsteller, Lehrer und Kulturpolitiker ist am 10.12.1895, in Frankenberg (Sachsen) geboren. Als Sohn eines Kupferschmiedemeisters wuchs er in Brandenburg auf, wo er die Bürgerschule besuchte. Später, in Genthin, wurde er zum Zögling der Präparandenanstalt* und des Lehrerseminars.

1914 zog er als Freiwilliger in den Krieg, beendete sein Seminar aber direkt nach seiner Rückkehr.

1921 begann er in Bergzow (bei Genthin), als Lehrer zu unterrichten (bis 1923) Zudem trat er, als nun absoluter Kriegsgegner, der SPD bei und bestand seine zweite Lehrerprüfung

1927 übernahm Wendler eine weltliche Schule in Brandenburg. Weiterhin trat er dem Bund entschiedener Schulreformer und Mitarbeiter von Paul Oestreich bei. Seine literarische Tätigkeit begann ebenfalls in diesem Jahr.

1928 feierte er Erfolge mit Kinderbüchern (z.B. "Spuk um Mitternacht") und Kinderbüchern (z.B. "Knüppel aus dem Schnupftabak")

In seinem ersten Roman "Soldaten Marieen" (1929) verarbeitete er seine Kriegserlebnisse. Bereits im nachfolgenden Jahr veröffentlichte Wendler seinen zweiten Roman "Laubenkolonie Erdenglück" und einige Jugendbücher, die als Schneider-Abenteuer-Bücher große Bedeutung erlangten.

1933 zog er nach Burg. Zudem war er als Stadtrat der SPD in Brandenburg tätig, was zu einer Amtsenthebung und dem Verbot seiner Werke, durch die Nationalsozialisten, führte. Wendler schrieb weiterhin, nutzte aber sein Pseudonym.

1936 war er Opfer strengster Polizeiüberwachung. Durch seine Bekanntschaft zu UFA-Schauspielern wie Ilse Werner und Heinz Rühmann konnte er an Drehbüchern wie "Große Freiheit Nr.7" und "Münschhausen" mitwirken. Wendler selbst nannte sich zu dieser Zeit "Der zufällige Dichter".

1945 Berufung in das Schulamt des damaligen Kreis "Jerichow I". Wurde zum Leiter des Kulturamtes im Bezirk Magdeburg und zum Mitbegründer des "Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands".

1946 lebte er als freischaffender Schriftsteller in Burg. Wendler war Mitbegründer und Vorsitzender des Schriftstellerverbandes Sachsen-Anhalt und fördete junge Talente im Club "Otto von Guericke" im Kulturbund. Unter ihnen war auch Brigitte Reimann.

1950 - 1957 folgten weitere Veröffentlichung.

Am 07.01.1958 starb Otto Bernhard Wendler in Burg.


Er hinterlies 8 Romane, mehr als 15 Kinder- und Jugendbücher, ein Dutzend Puppenspiele, Märchen, Erzählungen, Novellen, Filmbücher, Bühnenstücke, Trickfilme in Versen, sowie Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen.

*auch Präparandie genannt. War die untere Stufe der Volksschullehrerausbildung und bereitete auf die Lehrerseminare vor. (18. - Anfang 20. Jahrhundert)



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