Johann Mühlpfort

Dieser Mann amtierte in Burg als Oberbürgermeister um 1680. Nach dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) waren weite Länderstrecken verwüstet, das Volk war am Bettelstab. Ackerbau und Handwerk lagen danieder überall nur Elend und Ruinen. So sah es auch in Burg aus. Politisch gehörte Burg zum entfernten Herzogtum ,,Sachsen - Weißenfels", das gesamte Umland gehörte jedoch zum Kurfürstentum Brandenburg. Nun hemmten bestehende Zollschranken und fehlende Handelsverbindungen die Entwicklung in Burg. Mit Weisheit und großem Geschick verhandelte Mühlpfort zwischen Brandenburg und Sachsen-Weißenfels. Zum Wohle unserer Stadt erzielte er am 19. Juni 1688 den Anschluß von Burg an Brandenburg. Die Wirtschaft entwickelte sich sprunghaft. Durch das Potsdamer Edikt kamen dann französische Kolonisten nach Burg. Sie ließen sich hier nieder und trieben die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt voran. Im 18. Jahrhundert zählte Burg zu den sieben bedeutendsten Industriestädten Preussens. Die Grabplatte von Johann Mühlpfort hängt an der Südseite der Oberkirche. Die ehemalige Otto-Grotewohl-Straße wurde, im Zuge der Straßennamenänderung nach der Wende, zur Johann-Mühlpfort-Straße umbenannt, um an den berühmten Oberbürgermeister zu erinnem.

 

Quelle: Festschrift zum 1050jährigen Bestehen der Stadt



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